Im Zentrum des heftigsten Wirbelsturms herrscht absolute Stille!
Diese innere Ruhe kann uns niemand nehmen – denn sie hat ihren Ursprung nicht in den äußerlichen Umständen, sondern in Gott.
Jetzt ist die Zeit
sich dieser Stille zuzuwenden.
Da Gott keine wechselhafte Kraft, sondern das unveränderliche göttliche Prinzip ist, kann Seine Schöpfung niemals der Unruhe, dem Chaos oder der Angst unterworfen sein. Seine Gegenwart ist vollkommene Harmonie – nicht als fernes Ideal, sondern als gegenwärtige Wirklichkeit.
Je klarer Gott als die einzige Ursache und Macht erkannt wird, umso mehr verliert das scheinbare Chaos seine vermeintliche Dramatik. Was sich für die materielle Wahrnehmung als Aufruhr darstellt, kann die göttliche Ordnung weder stören noch unterbrechen.
Wenn wir uns verleiten lassen unseren Blick ausschließlich auf den Sturm zu richten, scheinen die Herausforderungen übermächtig und der Frieden unerreichbar.
Doch wahre Stille wird nicht dadurch erlangt, dass äußere Umstände zum Schweigen gebracht werden. Sie entspringt der Erkenntnis, dass Gottes Herrschaft niemals ins Wanken gerät. Diese Erkenntnis hebt uns über die wechselhaften Eindrücke der materiellen Sinne hinaus und lässt uns das erkennen, was immer wahr ist: Gottes Allgegenwart.
Dadurch erlangen wir Klarheit statt Verwirrung, Vertrauen statt Angst und Orientierung statt Unsicherheit. Nicht weil wir Schwierigkeiten verdrängen, sondern weil wir lernen, von Gottes unveränderlicher Wirklichkeit auszugehen.
Wie das ruhige Zentrum eines Wirbelsturms unberührt bleibt, so bleibt auch Gottes Wesen ewig unverändert. Und weil der Mensch der Ausdruck von Gottes Sein ist, ist auch seine wahre Identität von dieser göttlichen Ruhe, Harmonie und Sicherheit getragen.
„Seid still und erkennt, dass ich Gott bin.“
Psalm 46,11
❦ Wahre Stille beginnt nicht dann, wenn der Sturm endet. Sie beginnt dort, wo wir Gott als die unveränderliche Mitte unseres Lebens erkennen.
Zur Vertiefung:
Bibel: Ps. 46:11
Wissenschaft und Gesundheit: S. 306:27; 470:21


